Konzeption

1. Unsere Ziele

  • Wir möchten, dass die Kinder lernen, der "Andersartigkeit" anderer (z.B. Nationalität, Herkunft, Konfession) offen gegenüber zu treten, sie zu achten und damit umzugehen (interkulturelles Lernen).

  • Wir möchten den Kindern Raum und Zeit zum Lernen geben, sich Wissen anzueignen und dieses zu vertiefen.

  • Wir möchten die Wahrnehmung und Feinmotorik fördern, u.a. die Geschicklichkeit der Finger und Hände trainieren, sowie auch den Gleichgewichtssinn, z.B. durch selbständiges Aufrichten und Festhalten an Tastgeländern und das die Kinder Freude an der Bewegung erleben.

  • Wir möchten bewusst die Wahrnehmung mit Spiegeln fördern, die Selbstwahrnehmung bildet einen wichtigen Entwicklungsschritt, z.B. durch das Integrieren diverser unterschiedlicher Spiegel.

  • Wir möchten, dass die Kinder durch Erleben und Begreifen die Natur und Umwelt kennen lernen.

  • Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, so dass die Kinder mit Freude in die Kindertagesstätte kommen und Spaß am Krippengeschehen haben.

 

1.1 Schwerpunkte zum Erreichen der Ziele

1.1.1 Bewegungserziehung

Unser Ziel ist es, dem entgegenzutreten:

  • Die Gesundheit der Kinder soll durch Bewegung erhalten und weiterentwickelt werden.

  • Es besteht eine Kausalität zwischen Motorik und kognitiven (die Erkenntnis betreffenden) Fähigkeiten, die es durch Bewegung zu schulen gilt.

  • Die Wahrnehmung (die Aufnahme jegliches Einflusses durch unsere Sinne) soll durch Bewegung (weiter) entwickelt werden.

 

1.1.2 Ziele des interkulturellen Lernens

  • Kinder verschiedener Nationalitäten sollen sich näher kommen und ihre jeweilige Andersartigkeit als Normalität erfahren lernen

  • Entgegenwirken des Aufbaus bzw. Abbau von Vorurteilen und Verallgemeinerungen

  • Deutsche Kinder sollen soziokulturellen Hintergrund ausländischer Kinder in den Grundzügen verstehen und ernst nehmen, während letzteren eine positive Identifikation mit ihrem Heimatland ermöglicht werden soll, so dass sie ihre Herkunft nicht verdrängen oder sich derer schämen müssen

  • Die Kinder sollen auf das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft vorbereitet werden und erste Kenntnisse über die Vielzahl fremder Völker, ihrer Lebensstile, Sitten und Gebräuche und Existenzbedingungen erfahren

 

1.1.3 Ziele zur Natur- und Umwelterfahrung

  • Interesse der Kinder an der Natur wecken und fördern

  • Sinneserfahrungen und Körpererfahrungen sammeln (balancieren, klettern kriechen, laufen, tragen, schieben)

  • Das Wissen der Kinder über Pflanzen und Tiere (weiter) entwickeln und vertiefen

  • Kennen lernen und Erfahren der Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde

  • Umweltbewusstsein fördern und Handlungsweisen aufzeigen

  • Beruhigung und Anregung

 

1.1.4 Das Leben in der Stadt / Stadtteilorientierung

  • (Weiter)-entwicklung des Orientierungssinnes

  • Kennen lernen von Nachbarn unterschiedlichen Alters und Nationalitäten

  • Kennen lernen der Straße sowie von Geschäften und Einrichtungen und Spielplätzen in unserem Stadtteil, sowie den Tiergarten in Kirchrode

 

1.1.5 Lernen und Wissen

  • "Spielen heißt Lernen und Lernen heißt Spielen"

  • Vermittlung von Sachwissen

  • Erlernen und Weiterentwicklung von lebenspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten

  • (Weiter)-entwicklung der Wahrnehmung

 

 

2. Projektarbeit und Situationsansatz

Projekte entstehen aus spontanen Anlässen, Bedürfnissen, Interessen, Problemen oder Konflikten der Kinder und sind auf konkrete Lebenssituationen in der Wirklichkeit des Kindes bezogen, die von den Kindern unter Beteiligung der Erwachsenen durch selbständiges Handeln planmäßig geändert werden können, z.B. Rollenverständnis. Dabei lernen die Kinder Verhaltensweisen, die sie für die Bewältigung ähnlicher Situationen handlungsfähig machen. Projektarbeit ist für die Sprachförderung ebenso wie für soziales und sachbezogenes Lernen von großer Bedeutung, weil es in realen Handlungszusammenhängen geschieht.

Ausgangspunkt der Projektarbeit ist in der Regel ein Anlass, der sich in der Kita ergeben hat oder von außen durch die Kinder, den/die Erzieher/in oder die Eltern in die Kita hineingetragen wird. Deshalb ist es für uns wichtig, die Kinder spontan und gezielt zu beobachten, denn daraus ergeben sich die Themen der Kinder.

 

 

Alles,

was ich Kindern zeige,

können sie nicht mehr selbst entdecken.

(C.J. Piaget)

 

3. Berliner Eingewöhnungsmodell

Bei der Eingewöhnung der neuen Kinder arbeiten wir nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Voraussetzung für eine erfolgreiche Eingewöhnung, ist die Bereitschaft der Eltern, die Ablösung ihrer Kinder zuzulassen und zu unterstützen. Häufig sind die gesellschaftlichen Vorstellungen der klassischen Geschlechterrollen noch tief verwurzelt. Oft haben vor allem die Mütter das Gefühl, ihr Kind zu früh wegzugeben und somit eine schlechte Mutter zu sein.

Daraus folgt häufig mangelndes Vertrauen der Eltern in die Fähigkeiten ihrer Kinder, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Die Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist wichtig, damit unsere Pädagogin auch die Eltern bei diesem Eingewöhnungsprozess unterstützen kann.

Eine Krippe bietet den Kindern oft die erste Erfahrungsmöglichkeit mit einem neuen Umfeld außerhalb des Elternhauses. Hierbei möchten wir den Eltern unsere positiven Erfahrungen gerne vermitteln. Eventuell vorhandene Trennungsängste der Eltern, die die Eingewöhnung des Kindes erheblich erschweren, können so gemildert werden.

 

4. Eltern und Familie 

Ohne Eltern geht es nicht, sie sind für uns die wichtigsten Partner im Erziehungsprozess der Kinder. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist die Basis unserer Arbeit in der Kita.

Elternarbeit ist für unsere pädagogische Arbeit unentbehrlich, wobei wir viel Wert darauf legen, das wir familienergänzend arbeiten. Unsere Pädagoginnen dokumentieren ihre Arbeit. Die Eltern sollen jederzeit wissen, was wir tun und warum wir etwas tun.

5. Erzieherhaltung

Damit sich die Persönlichkeit des Kindes positiv entwickeln kann, ist es wichtig, dass wir als Erwachsene ihm gegenüber eine vorbildliche Haltung einnehmen.

Dies bedeutet für unsere pädagogische Arbeit: 

  • wir sind offen und tolerant

  • wir heben die Stärken der Kinder hervor und lassen Schwächen zu

  • wir achten alle Menschen

  • wir lassen positive und negative Kritik zu

  • wir schaffen eine angenehme Atmosphäre

  • wir achten auf Bedürfnisse

  • wir tragen Sorge für das körperliche und seelische Wohlbefinden des Kindes

 Um unsere Erzieherhaltung zu prüfen und Einstellungen zu hinterfragen, ist es wichtig, sein eigenes Verhalten für sich und ggfs. im Team zu reflektieren.

 

 

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